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Angel Of Ruins – Lexy V Golden

»Sie muss sich irgendwo … unter den treibenden Gefallenen befin- den …« »Ein Lichtwesen?«, hakt Deṣmond nach, verschränkt die Arme neben dem Portal und ruft zugleich eine Legion Schattenkrieger. An meinem Blick konnte er ablesen, dass er mir keine Fragen zu stellen hat. »Wie du wünschst«, antwortet er, erhebt sich in die Lüfte, ge- folgt von Reħnya, als ich ihr zunicke, und gibt meinen Lakaien die Anweisung, Ariellas Schwester zu suchen.
Es war ihr letzter Gedanke, den ich hören konnte. Sie wurde von ihrer Schwester festgehalten, die als Letztes aus dem Himmel fiel. Falls sie lebt, werden sie meine Schattendämonen finden, die Mee- resböden nach ihr absuchen. Wenn sie bereits tot ist, kann sich Ariel- la wenigstens von ihr verabschieden. Ich habe letztens in der Wüste gemerkt, wie sehr es sie mitge- nommen hat, eine Schwester zu verlieren, ohne sich von ihr verab- schieden zu können. Damals hatte ich kein Mitspracherecht, hat das Tribunal Amoras sofortige Exekution angeordnet. Aber dieses Mal will ich Ariella, falls sie jemals zurückkehrt, die Möglichkeit geben, ihre Schwester zu sehen.
Auch wenn es das letzte Mal sein wird. Mithilfe von Mâlawato, der jeden meiner Gedanken hören und Absichten verstehen soll, passiere ich das Portal. Kaum betrete ich lybnischen Boden, setzen meine Stiefelsohlen auf der Wiese vor dem Tempel am See auf, spüre ich dieses berau- schende dunkle Summen von Magie in der Luft.
Es hat mir so ge- fehlt. Dieser Zauber, diese unberührte wilde Natur, diese düsteren Geheimnisse und flüsternden Schatten. Alles lebt und blüht, funkelt und pulsiert. Niemals zuvor habe ich mein Schattenreich so geschätzt wie in diesem Augenblick. Meine Augen wandern zum schwarzen Tempel, vor dem ein Drachenmonument errichtet wurde, das sich durch Ma- gie bewegt. Violette Flammen verlassen seine Nüstern, während es auf seinem Sockel die Drachenflügel ausbreitet und den Schwanz durch die Luft peitscht. Über dem Tempel, der aus mehreren Etagen besteht, ziehen Greifvögel mit vier Flügeln laut krächzend durch die Luft.
Hinter ihnen erhebt sich eine gewaltige Gebirgskette, deren Gipfel von Schnee und Sprühnebel überzogen sind. Als sich das Portal hinter uns schließt, rast ein Phönix an mir vor- bei, sodass mich Mâlawato augenblicklich in der Wiese ablegt und seine Kreuzschwerter zieht.
Dies ist schon der letzte Band der Lybnia-Reihe. Mir hat es unglaublich viel Freude gemacht, eine Fortsetzungsreihe der „Ich bin die Dunkelheit“ Reihe zu schreiben. Solltet ihr die Geschichte von Tarots Eltern, Galiläa und Zagan, noch nicht kennen, könnt ihr es sehr gerne nachholen. Vorerst ist keine weitere Reise nach Ḏreṽalon geplant, auch wenn es mir verdammt schwer fällt, Ariella und Tarot gehen zu lassen. Ich wünsche euch ein unvergessliches Leseerlebnis. Magische Grüße Eure Lexy 1kitap1.com/en DÄ MON I S C H E L A N DK A RT E LYBNIA & ḎREṼALON – ANNO 2187 Die Karte findest du größer auf meiner Homepage.
Klick einfach hier! 1kitap1.com/en Jeder Tag ohne sie ist unerträglich. Jede Stunde kaum auszuhalten. Jede Minute ohne Bedeutung. Ich fühle mich seit Wochen, als würde eine Hälfte von mir fehlen. Weil sie fehlt. 1kitap1.com/en » … F P ROL O G TAROT Sieben Wochen später … ür dich. Solange sie strahlt, strahle auch ich.« Während ich die Feder von Ariella im Glas betrachte, gehen mir immer wieder ihre Worte durch den Kopf. Die hellsilberne Feder dreht sich wie von einem unsichtbaren Wind angestoßen um die ei- gene Achse. Sie wird von einem hellen Schein umgeben, der jedoch mit jeder Woche schwächer wird.
Ihr Schein verblasst … Im abgelegenen Raum des Tempels habe ich einen Altar erschaf- fen, auf dem sich die Glasglocke mit der Feder befindet. Dämonische Ðoïē-Kerzen schweben um den Schrein. Sie sollen dafür sorgen, dass die Lichtmagie nicht verblasst. Doch egal welche Magie ich einsetze, es hilft nichts. Die Feder verliert zusehends ihren Glanz. Aber ich will daran glauben, dass es ihr nicht schlecht geht. Sie nicht leidet. Nach jedem Besuch in der irdischen Welt kehre ich an diesen Ort zurück.
Ich rufe gottverfluchte tausend Male am Tag in Gedanken ihren Namen oder versuche die Verbindung über das Andrâz mit ihr aufzunehmen, doch es ist alles sinnlos. Ich spüre sie nicht. Ich kann nicht einmal ihre Gedanken hören oder in Erfahrung bringen, ob sie leidet. Da ist einfach nichts. Und es treibt mich in den nie endenden Wahnsinn!
Ich habe alles in meiner Macht Stehende unternommen, um ins Himmelreich zu gelangen. Aber sobald ich die Tore erreicht habe, wurde ich jedes Mal von Blitzen davongejagt. Ich brauchte Tage, um mich von den Lichtverletzungen zu erholen. Auf mehreren Kontinenten der Menschenwelt habe ich Gottes- häuser dem Erdboden gleichgemacht.
Lichtwesen sind stolze Krea- turen.
This is a short excerpt from the opening of “” by Unknown, quoted for review and introduction purposes. All rights belong to the copyright holders.
Book Information
- Unique ID: 419e4c37404f4584
- File Extension: .pdf
- File Size: 5,122,323 bytes (4.885 MB)
- Title: –
- Author: Unknown
- Pages: 332
- Language: German (de)
Reading & Word Statistics
- Estimated Reading Time: 477.44 minutes
- Total Words: 95,487
- Total Characters: 593,420
- Average Words per Page: 287.61
- Average Characters per Page: 1787.41
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