Kings Of Vegas – Sally Dark

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Zorn flutete meine Venen, denn diese Szene erinnerte mich an meine Kindheit. Mutter hatte sich ebenfalls oft genug vor unserem Vater im Badezimmer eingesperrt, damit er seine Wut nicht mehr an ihr auslassen konnte. Oftmals hatte sie die gesamte Nacht dort ver- bracht, weil er gesagt hatte, würde sie auch nur einen Fuß hinausset- zen, würde er sie dafür, dass sie sich ihm so widersetzt hatte, noch härter bestrafen.

Am nächsten Tag war meist alles wieder gut. Zu- mindest, wenn man nach unserem Vater ging. Jetzt verstand ich, warum Isaac mich gerufen hatte, und ich war mir sicher, dass es ihm nicht leichtgefallen war. Doch er wollte nicht so wie unser Vater sein und er war es auch nicht. Denn er empfand Reue und Scham für seine Taten.

Beides Eigenschaften, die unser Va- ter nicht einmal kannte. Dennoch war Isaac heute zu weit gegangen. Ob ich überhaupt wissen will, was genau passiert ist? »Täubchen, ich bin’s. … Ich bin allein«, rief ich ihr zu und warte- te, dass sie endlich rauskam. Es dauerte einen langen Moment, bis sie von innen aufsperrte und sachte die Tür öffnete, um herauszulinsen, ob es stimmte, was ich sagte und ich wirklich allein war.

Sofort scannten meine Augen ihren Körper. Doch ich konnte keine offensichtlichen Verletzungen erkennen. Ihr rotes, bodenlanges und hautenges Kleid war ebenfalls nicht kaputt oder zeigte irgendwelche Spuren von Vorkommnissen, die ich meinem Bruder aber auch nicht zutrauen würde. Dennoch sah sie mitgenommen und ziemlich verweint aus. »Was machst du hier und wo ist er?«, fragte sie mit dünner Stim- me und blickte sich erneut suchend nach ihm um.

»Isaac hat mich gerufen. Er wollte, dass ich die Nacht bei dir blei- be, wenn du das möchtest. … Was ist passiert?«, forderte ich sanft, jedoch mit Nachdruck.

Welcome back to Las Vegas, Baby! Du hast dich also erneut an meinen Pokertisch gesetzt und wagst dich an ein weiteres sündiges Spielchen? Bist du sicher, dass du dem gewachsen bist? Oder musst du nicht doch um dein Herz bangen …? Es geht in die finale Runde und ich verspreche dir, dass es dich nicht nur auf eine Weise zerstören wird. Es wird emotionaler, dunk- ler, heißer und kranker. Bist du bereit, dich für einen der Könige zu entscheiden und dein Herz vollkommen zu verlieren?

Ach, Schätzchen … wie naiv von dir, zu denken, du hättest eine Wahl. Aber nur zu, lass dich erneut auf die schillernde Welt von Las Ve- gas ein, setz dich an den Tisch und leg dein bestes Pokerface auf und hoffe, dass es dir etwas bringt. Sag aber nicht, ich hätte dich nicht gewarnt … Dunkle Grüße Sally OceanofPDF.com Prolog Keine Ahnung, wie lange ich hier noch gesessen und meinen gratis Bourbon von Zeus getrunken hatte.

Ich hatte nach dem vierten ir- gendwann aufgehört, die Drinks zu zählen. Zugegeben, nüchtern war ich nicht mehr. Daher beschloss ich, mir von ihrer Kellnerinnenfreundin namens Dalia ein Taxi rufen zu lassen. Diese konnte sich einen tadelnden Blick und ein ungläubiges Kopfschütteln nicht verkneifen, als ich das nasse Tuch von meiner mittlerweile geschwollenen Hand nahm, wankend aufstand und nach draußen ging. Wenigstens hatte der Schlag, den ich Knox ver- passt hatte, ordentlich gesessen, das war mir die pochende Faust al- lemal wert.

Während der Fahrt zurück zu meinem Motel, welche mich viel zu viel kosten würde, versuchte ich, meine Gedanken zwanghaft von dem kratzbürstigen Kätzchen fernzuhalten. Doch es gelang mir mehr schlecht als recht. Egal, wie sehr ich es mir verbot, immer wie- der landete ich gedanklich bei ihr und der Frage, wie ich ihr helfen konnte. Aber ich wusste, ich durfte sie nicht retten. Nicht, wenn ich ihre Sicherheit nicht über das Leben meines Bruders stellen wollte.

Und auch wenn Travis ein dummer, geldgeiler Penner war, dem ich am liebsten ebenso eine verpassen wollte, so konnte ich sie nicht über sein Überleben stellen. Kurz bevor wir bei meinem Motel ankamen, ließ ich den Fahrer anhalten und stieg aus. Die frische Luft würde hoffentlich meine ver- nebelten Gedanken klären und mich etwas nüchterner machen.

This is a short excerpt from the opening of “” by Unknown, quoted for review and introduction purposes. All rights belong to the copyright holders.

Book Information

  • Unique ID: 601b2d6f61f9469b
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  • File Size: 5,802,408 bytes (5.534 MB)
  • Title:
  • Author: Unknown
  • Pages: 380
  • Language: German (de)

Reading & Word Statistics

  • Estimated Reading Time: 575.71 minutes
  • Total Words: 115,142
  • Total Characters: 688,590
  • Average Words per Page: 303.01
  • Average Characters per Page: 1812.08

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